Firmenbesuch bei G. Bianchi AG

60 Mitglieder des GVK bei der G. Bianchi AG von von +28o bis -28o

Am Mittwoch, 21.5., trafen sich über 60 Gewerblerinnen und Gewerbler um 15.00 Uhr bei der G. Bianchi AG in Zufikon.

Noch heute, auch nach 130 Jahren, ist die Bianchi mit einem Jahresumsatz von 280 Mio. Franken noch immer ein reines Familienunternehmen; die Chefs, Giulio und Paolo Bianchi, arbeiten im Unternehmen mit. "Bei uns ist es sehr familiär, die Chefs sitzen zusammen mit uns in den Verkaufsbüros, wir sind alle per Du", sagte unser "Bianchi-Guide", Darko Dujic stolz.

 

1981 gründete der Mailänder Traiteur Giuseppe Bianchi in Zürich ein kleines Geschäft für Obst, Gemüse und italienische Wurstwaren. Der Laden wurde so erfolgreich, dass er bald in eine grössere Lokation umziehen musste, das Angebot wurde mit Fisch, Geflügel und Wildbret ergänzt. Der Grundstein für die heutigen Spezialitäten war gelegt. Der Hauptteil der rund 280 Mitarbeitenden arbeitet im Betriebsgebäude in Zufikon, das im 1977 eröffnet wurde; der Hauptsitz aber ist immer noch in Zürich - am Geburtsort der G. Bianchi AG.

 

Einige Tage vor der Führung wurde den Mitgliedern geraten, eine warme Jacke und geschlossene Schuhe anzuziehen. Die warme Jacke schien bei 28o und strahlendem Sonnenschein doch eher etwas unangebracht, doch schon kurze Zeit später war jeder sehr froh darüber. Eingekleidet in weisse Plastikmäntel, Kopfhaube und blaue Schuhüberzieher ging die lustig kostümierte Truppe in das Herzstück der Firma Bianchi, in die Kühlräume. Dort wurde den Mitgliedern gezeigt, wo der Fisch und andere Spezialitäten angeliefert, bearbeitet und letzendlich für den Verkauf verpackt werden. In den Kühlräumen lagern Köstlichkeiten, die manch einem das Wasser im Mund zusammenlaufen liess oder die verleiteten, den Menüplan für das kommende Grillwochenende zu erstellen. Bianchi vertreibt über 3'000 Produkte von Fisch 40 %, Meeresfrüchte 18 %, Geflügel 22 %, Fleisch 14 %, Wild 4 % und Delikatessen wie Gänseleber, Kaviar, etc. 2 %. Der Anteil an Frischprodukten beträgt 55 %.

 

Die unterschiedlichsten Fischsorten, die es zu sehen gab, die Langusten in den grossen Wasserbecken, die Filetier-Künste der Mitarbeitenden - und die -28o liessen den Mund vor Staunen offen stehen. 

 

Die Kunden können bei Bianchi 24h bestellen, ausgeliefert wird, sofern nötig, 365 Tage im Jahr - keine Weihnachtsfeier oder Silvesterparty in Zermatt oder St. Moritz muss ausfallen, weil ein besonderer Fisch oder eine Delikatesse fehlt. Dafür sorgen die über 120 Fahrzeuge, welche die täglich 70 Tonnen Frischprodukte Schweizweit in die Restaurants oder Grossverteiler ausliefern. Es gibt wohl niemand, der häufig mit dem Auto unterwegs ist und nicht schon ein Stossgebet ausgeandt hat, wenn er an einer Kolonne von diesen Kleinlastwagen mit der roten Languste und Schriftzug "Hier riechts nach frisch" nicht vorbeikam.

 

Nach einem feinen Glas Wein und einem Kurzfilm zogen dann die Gewebler weiter zum Apéro und gemütlichen Zusammensitzen. Beim Autocenter Zufikon, Peter Huber, Mitglied des GVK und Präsident des Handwerk- und Gewerbeverein Bremgarten, erwartete die durchgefrorenen Mitglieder des GVK feiner Flammkuchen, belegte Parisette und Russenzopf der Bäckerei Urs Stutz in Unterlunkhofen. Es wurde noch lange diskutiert und das eine oder andere Thema, das unter den Nägeln brennt, hitzig debattiert. Wiederum ein erfolgreicher Anlass. Die Präsidentin Claudia Hoffmann-Burkart meinte begeistert: "was gibt es Schöneres und Dankbareres für einen Vorstand als wenn so viele Mitglieder sich die Zeit nehmen, an einem Anlass teilzunehmen."

 

Die Fotos dazu finden sie hier